Im Sommer geht es los: Auf dem Rostocker Hellingkran wird endlich geheiratet

Der blaue Hellingkran am Rostocker Stadthafen mit Baujahr 1976 wird im Sommer 2025 nach Jahren der Planung zur Hochzeitslocation.
Quelle: Dietmar Lilienthal
Rostock. Nach jahrelangem Hin und Her ist es so weit: Der erste Termin für eine Hochzeit auf dem Rostocker Hellingkran steht. Am 9. Juli 2025 gibt sich das dazugehörige Brautpaar in dem technischen Denkmal mit Blick über den Stadthafen das Jawort.
„Wir sind ganz gespannt auf die erste Heirat hier“, sagt Roland Methling, Ex-Oberbürgermeister der Hansestadt und Vorsitzender des Fördervereins Tradition Ostseeschifffahrt, in dessen Händen das Projekt „Hochzeitskran“ liegt.
Auch Knut Sandhop, Leiter des Standesamts, freut sich auf die Trauungen in 30 Metern Höhe, gibt aber zu: „Das ist natürlich anders für uns als sonstige Eheschließungen.“

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Erste Hochzeit im Kran war eigentlich 2021 geplant
Das ist lange Thema gewesen: Neben einem Umbau der Location trugen politische Debatten, unter anderem über die Sicherheit der Mitarbeiter der Stadtverwaltung, dazu bei, dass sich der erste Ringtausch auf dem „Hochzeitskran“ um Jahre verschoben hat.

Blick in den Trauungssaal des Hellingkrans
Quelle: Martin Börner
Ende Januar 2025 haben die Verantwortlichen des Vereins gemeinsam mit den Beteiligten des Standesamts, der Feuerwehr und der Dekra eine Lösung erarbeitet.
Übernachten im Hellingkran – auch ohne Hochzeit
Veranstaltungen und Übernachtungen in dem Kran, der 1976 auf dem Gelände der Neptun Werft speziell für den Schiffbau in Rostock errichtet worden war, sind schon länger erlaubt. Für eine Nacht werden 500 Euro fällig.

Vereinsmitglied Renee Dösche (63) hält Kissen und Handtücher bereit für Paare, die die Räumlichkeiten auf dem Hellingkran für eine Nacht buchen wollen.
Quelle: Martin Börner
Der Förderverein dahinter hat zwei Millionen investiert, um den Hellingkran zur Unterkunft umzubauen. 840.000 Euro kamen vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
OZ